Stimmen der Rettung - Der Podcast über die zivile Seenotrettung im Mittelmeer

Was treibt Menschen an, ihr Leben zu riskieren? Warum wird Hilfe kriminalisiert? Und wer sind die Gesichter hinter der zivilen Seenotrettung? „Stimmen der Rettung“ geht diesen Fragen nach – ehrlich, bewegend und politisch wach.

Host Andreas Hanna-Krahl, humanitärer Helfer und Paramedic mit Mittelmeer-Erfahrung, spricht mit Kapitän*innen, Crewmitgliedern, Geretteten, NGO-Vertreter*innen, Journalist*innen und Politiker*innen. Jede Folge widmet sich einem zentralen Aspekt der Seenotrettung – von den politischen Rahmenbedingungen über persönliche Beweggründe bis hin zu ethischen Dilemmata.

Mit fundierten Recherchen, echten Geschichten und starken Stimmen will dieser Podcast informieren, berühren und zum Handeln anregen. Stimmen der Rettung ist für alle, die hinter die Schlagzeilen blicken und die Menschen hinter der Mission kennenlernen wollen.

Neue Folgen erscheinen wöchentlich am Sonntag.

Themen: Seenotrettung, Mittelmeer, Flucht, NGOs, Migration, Menschenrechte, Politik, Ethik, Zivilgesellschaft, Europa

Stimmen der Rettung - Der Podcast über die zivile Seenotrettung im Mittelmeer

Neueste Episoden

Folge 22 - Abschied & Rückblick – Warum dieses Projekt hier endet

Folge 22 - Abschied & Rückblick – Warum dieses Projekt hier endet

11m 44s

Diese Folge ist eine besondere Episode von Stimmen der Rettung – und zugleich die letzte.
In einer Solo-Folge blicke ich zurück auf zwanzig Gespräche mit Menschen aus der zivilen Seenotrettung, der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und humanitären Praxis.

Ich spreche darüber, warum dieses Projekt von Anfang an begrenzt gedacht war, was aus den Gesprächen geblieben ist und weshalb es jetzt Zeit ist, einen bewussten Abschluss zu setzen.
Es geht um Verantwortung, um Humanität, um politische Entscheidungen – und um die Menschen hinter all dem.

Diese Episode ist kein Fazit im klassischen Sinne. Sie ist ein Innehalten. Ein Dank. Und ein letzter...

Folge 21 - Alltag auf einem Rettungsschiff – mit Annika Schlingheider

Folge 21 - Alltag auf einem Rettungsschiff – mit Annika Schlingheider

48m 20s

In dieser Episode von Stimmen der Rettung spreche ich mit Annika Schlingheider, die mehrfach als Protection Officer bei SOS Humanity sowie zuvor als Referentin für humanitäre Angelegenheiten bei Ärzte ohne Grenzen (MSF) auf der Geo Barents im Einsatz war.

Annika nimmt uns mit an Bord – von der Vorbereitung im Hafen über Trainings, Rettungseinsätze und den Alltag nach der Rettung. Sie beschreibt eindrücklich, wie Schutzarbeit auf See funktioniert: die Identifikation besonderer Schutzbedarfe, die Zusammenarbeit mit medizinischen Teams, die Dokumentation von Fluchtgeschichten und die Schnittstelle zu Aufnahmestrukturen in Italien.

Ein zentraler Fokus der Folge liegt auf dem Thema Würde. Annika schildert,...

Folge 20 - Zivile Seenotrettung und radikale Demokratie – mit Dr. Mareike Gebhardt

Folge 20 - Zivile Seenotrettung und radikale Demokratie – mit Dr. Mareike Gebhardt

46m 45s

Was hat zivile Seenotrettung mit Demokratie zu tun – und warum ist Solidarität manchmal „unmöglich“ und findet dennoch statt?
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Mareike Gebhardt, Politikwissenschaftlerin an den Universitäten Münster und Innsbruck und Teil des Forschungsprojekts Zivile Seenotrettung als Kristallisationspunkt des Streits um Demokratie (ZIFDEM).

Wir sprechen darüber, wie die zivile Seenotrettung entstand, warum sie aus Sicht der Demokratietheorie als Lückenfüller staatlichen Versagens verstanden werden kann und weshalb radikale Demokratie nicht Extremismus bedeutet, sondern die demokratische Selbstkorrektur. Mareike erklärt, wie Ausschlüsse in liberalen Demokratien produziert werden – und warum NGOs auf See genau diese Ausschlüsse sichtbar machen....

Folge 19 - Kein Land für Niemand – Filmemacher Maik Lüdemann über Migration, Medien und Verantwortung

Folge 19 - Kein Land für Niemand – Filmemacher Maik Lüdemann über Migration, Medien und Verantwortung

48m 34s

In dieser Episode spreche ich mit dem Hamburger Filmemacher Maik Lüdemann, der gemeinsam mit Max Ahrens den Kinodokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ realisiert hat. Maik war 2016 erstmals auf einem Rettungsschiff im Mittelmeer im Einsatz – eine prägende Erfahrung, die ihn bis heute begleitet.

Wir sprechen über den Entstehungsprozess des Films, der ohne klassische Filmförderung, aber mit Unterstützung mehrerer NGOs umgesetzt wurde. Maik berichtet von Dreharbeiten an den europäischen Außengrenzen, über Monate im Schneideraum und über die Herausforderungen, ein hochkomplexes Thema wie Migration in einem 107-Minuten-Film darzustellen.

Im Mittelpunkt steht die migrationspolitische Wende der letzten Jahre: Asylrechtsverschärfungen, die Externalisierung europäischer...